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Bündnisrede vom 8.2.2015: Wir lassen uns nicht einschüchtern und kriminalisieren!

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,1964919_774843525929542_8651876879475869105_n

wir vom Bündnis Linz gegen Rechts freuen uns riesig, dass so viele unserem doch sehr spontanen und kurzfristigen Aufruf zu einer Demo gegen den „Pegida-Spaziergang“ in Linz, gefolgt sind.

Erst am Montag ist Pegida in Wien durch eine riesige Gegendemo und eine entschlossene Blockade kläglich gescheitert und hat dabei seine rechtsextremen und neonazistischen Auswüchse zum Vorschein gebracht. Und schon heute, 6 Tage später, schaffen wir es in Linz diese riesige Menge an couragierten, entschlossenen und antifaschistischen Menschen auf die Straße zu bringen. Es freut uns wirklich enorm, dass ihr alle mit uns heute ein lautes und kräftiges Zeichen für eine Stahlstadt ohne Hass, Hetze und Menschenverachtung setzt! Continue reading

DEMO: Kein Meter für Pegida – Kein Platz für Rassismus in Linz!

DEMO: Kein Meter für Pegida – Kein Platz für Rassismus in Linz!

Am Sonntag, dem 8. Februar, will die rechtsextreme Truppe von Pegida in Linz genau das versuchen, woran sie in Wien kläglich scheiterten – nämlich, ihre rassistische und menschenverachtende Hetze auf die Straße zu tragen. In Wien wurde dieses Vorhaben durch die starke Mobilisierung und den Protest tausender Menschen zum Desaster!

Nicht nur, dass sich in Wien tausende Menschen Pegida in den Weg stellten und lautstark gegen den rechtsextremen Aufmarsch protestierten, es offenbarten die Pegida-AnhängerInnen auch das wahre Gesicht der angeblichen „Bürgerrechtsbewegung“. Über den harten Kern der Wiener rechtsextremen und neonazistischen Szene sind sie nicht hinausgekommen: Von Identitären über deutschnationale Burschenschafter und FPÖ FunktionärInnen konnte Pegida Österreich vor allem einschlägig bekannte Neonazis, die gewaltbereiten Austria Wien Hooligans Unsterblich (UST) und Hardcore-FPÖ-Fans für ihren braunen Gruselmarsch mobilisieren.

Wie in Wien haben bereits in vielen deutschen Städten zehntausende Menschen gezeigt, dass der Widerstand gegen Pegida groß und breit ist. In Linz wollen wir das fortsetzen: Kein Meter für Pegida!

KEIN METER FÜR PEGIDA – Kein Platz für Rassismus in Linz!
Sonntag, 8. Februar 2015, 14:00 Uhr, Hauptplatz Linz,
Infos: Facebook-Event

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Wir fahren gemeinsam zur Demo gegen den Wiener Akademikerball!

Wir fahren gemeinsam zur Demo gegen den Wiener Akademikerball!

Am 30. Jänner 2015 werden deutschnationale Burschenschafter erneut zum Ball der extremen Rechten in der Wiener Hofburg antanzen. Kein Grund zur Freude, vielmehr aber Grund für uns, dagegen auf die Straße zu gehen! Als Bündnis „Linz gegen Rechts“ beteiligen wir uns an der Demonstration der Offensive gegen Rechts und organisieren eine gemeinsame Anreise mit dem Bus von Linz nach Wien und zurück nach Linz.

(Leider keine Anmeldungen mehr möglich)

Kay-Michael Dankl (Junge Grüne): »Rechte Gruppen in die Schranken weisen!«

danklKay-Michael Dankl, Bundessprecher der Jungen Grünen, unterstützt die Demonstration gegen den rechtsextremen Burschenbundball in Linz und stellt klar, dass gelebter Antifaschismus das Gebot der Stunde ist!

Der Burschenball, der stets zu Jahresbeginn in Linz stattfindet, ist ein Paradefall dafür, wie ein neues Jahr nicht beginnen sollte: Rechtsextreme Gruppen, wie die maßgeblich beteiligte Burschenschaft Arminia Czernowitz, zelebrieren bei diesem Ball ihre reaktionäres Weltbild, das nur so vor Ausgrenzung, Rassismus und Sexismus trieft. Continue reading

Maria Buchmayr (Landessprecherin Die Grünen OÖ): „Demo und Kritik notwendig und gerechtfertigt!“

Pressefoto Maria Buchmayr sitzendMaria Buchmayr, die auch Menschenrechtssprecherin der Grünen OÖ ist: „Demo und Kritik an rechter Tanzveranstaltung mit Promi-Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Universität notwendig und gerechtfertigt.“

Auch heuer sorgt der am Samstag im Linzer Kaufmännischen Vereinshaus stattfindende Burschenbundball wieder im Vorfeld für Diskussionen. Insbesondere da auch in diesem Jahr dieser rechtsrechte Ballabend eine unsensible Aufwertung durch die Übernahme des Ehrenschutzes von Landeshauptmann Pühringer und dem Rektorat der Johannes Kepler Universität erfährt.

Gerade in dieser schwierigen und sensiblen Zeit, von PEGIDA Demonstrationen und Übergriffen auf Migrantinnen und Migranten bis hin zu dem schockierenden Anschlag in Paris auf die Redaktion der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ sind wir als moderne, aufgeklärte Gesellschaft gefordert. Die Decke der Zivilisation ist dünn und darf nicht durch Brandstifter auf beiden Seiten gefährdet werden. Wir müssen zusammenstehen, einen kühlen Kopf aber auch ein warmes Herz bewahren.

Während in Deutschland bekannte Persönlichkeiten angefangen bei der Bundeskanzlerin klare Worte der Distanzierung zu jeglicher Form des Rassismus, der Ausgrenzung und auch der Hetze gegen Medien mit Begriffen wie „Lügenpresse“ findet, wird in Österreich mit den Vertreterinnen und Vertretern derselben Geisteshaltung munter getanzt und gefeiert. In Erinnerung zurufen ist in diesem Zusammenhang die Einladung von Marine Le Pen (Front National) zum WKR-Ball in Wien im Jahr 2012 durch FPÖ-Chef Strache und auch die Sympathiebekundungen von FPÖ-OÖ Chef Haimbuchner im Zusammenhang mit den PEGIDA Demonstrationen in Deutschland.

Ich teile die Sorge und die Haltung jener Persönlichkeiten, die den Aufruf zur Demo gegen den Burschenbundball unterstützen, denn die deutschnationalen Burschenschafterbälle sowohl in Wien als auch in Linz sind keine gängigen gesellschaftlichen Ereignisse. Sie sind vielmehr rechtsrechte Ballabende, es sind Vernetzungstreffen von Personen mit bedenklichem Hintergrund, ein Sammelsurium an ewiggestrigem, deutschtümelndem Gedankengut. Vor diesem Hintergrund verstehe ich weder die Verantwortlichen der Universität Linz die dem Ball einen akademischen Aufputz verleihen noch die großen oberösterreichischen Unternehmen der Banken- und Versicherungsbranche die als Sponsoren auftreten und auch nicht den Landeshauptmann der den Ehrenschutz für diese fragwürdige Veranstaltung übernimmt.

Maria Buchmayr,

Landessprecherin Die Grünen OÖ

Reinhold Entholzer (SPÖ OÖ): „Gemeinsam gegen Rechts!“

Entholzer_Potrait_2_smallReinhold Entholzer, Landesparteivorsitzender der SPÖ Oberösterreich, ruft zum friedlichen Protest für eine solidarische Gesellschaft auf, in der rechte Hetze keinen Platz findet.

Wirtschaftlich schwierige Zeiten werden von den Rechten seit jeher dazu genützt, um das Misstrauen zwischen den Menschen zu schüren. Die rechtsextremistischen Anschläge und Kundgebungen der letzten Wochen in Europa zeigen deutlich auf, wohin eine solche Politik führt. Wenn wie erst vor kurzem wieder Asylheime brennen, muss uns das eine Warnung sein – die Decke der Zivilisation ist dünn. Umso bedeutender ist es für jeden und jede einzelne von uns zu zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Wir wollen ein solidarisches und friedliches Europa – dafür gehen wir in Linz am 10. Jänner 2015 auf die Straße.

Reinhold Entholzer,

Landesparteivorsitzender der SPÖ Oberösterreich und Landeshauptmannstellvertreter