Linz. Mit einer Protestaktion vor dem Palais des Kaufmännischen Vereins – dem Veranstaltungsort des rechtsextremen Burschenbundballs – hat das Bündnis „Linz gegen Rechts“ gestern ein deutliches Zeichen gegen die Normalisierung von Rechtsextremismus, Deutschnationalismus und reaktionären Männerbünden gesetzt. Die Aktion stand unter dem Motto „Euer Ball: Unser Protest!“ und diente zugleich als Auftakt zur großen Demonstration am 7. Februar 2026.
„Der Burschenbundball ist kein harmloses Gesellschaftsereignis, sondern ein Vernetzungstreffen der extremen Rechten. Mit unserem Protest machen wir deutlich: Linz schaut nicht weg, Linz widerspricht – und Linz wird am 7. Februar laut auf der Straße sein“, betont Daria Danner, Sprecherin des Bündnisses „Linz gegen Rechts“.
Der gestrige Protest richtete sich gegen deutschnationale Burschenschaften als zentrale Akteure rechter Netzwerke. Diese fungieren seit Jahren als ideologisches und personelles Bindeglied zwischen parlamentarischem Rechtsextremismus und außerparlamentarischen rechten Gruppen und rassistische, antifeministische und autoritäre Positionen in die Mitte der Gesellschaft tragen.
Simon Hintenaus, Sprecher des Bündnisses, erklärt dazu: „Deutschnationale Burschenschaften stehen für Ausgrenzung, Deutschnationalismus und ein autoritäres Gesellschaftsbild. Sie tragen dazu bei, soziale Probleme zu verschleiern, indem sie Hass schüren und spalten. Dem setzen wir Solidarität, entschlossenen und friedlichen Protest entgegen.“
Großdemonstration am 7. Februar angekündigt
Im Zentrum der Ankündigung steht die Demonstration gegen den rechtsextremen Burschenbundball am Samstag, 7. Februar 2026. Das Bündnis ruft alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte sowie die breite Zivilgesellschaft zur Teilnahme auf.
Ablauf der Demonstration
Auftaktkundgebung:
Die Demonstration beginnt um 17:30 Uhr am Maindeck des Ars Electronica Centers (AEC). Dort sind Redebeiträge von Vertreterinnen und Vertretern der Bündnisorganisationen sowie musikalische Beiträge geplant.
Demonstrationszug:
Im Anschluss setzt sich ein Demozug durch die Linzer Innenstadt in Bewegung.
Abschlusskundgebung:
Die Demonstration endet kurz vor der polizeilichen Sperrzone am Martin-Luther-Platz.
„Unser Protest ist friedlich, aber unmissverständlich. Wir nehmen unser demokratisches Recht auf Versammlungsfreiheit wahr und setzen gemeinsam ein lautstarkes Zeichen gegen Rechtsextremismus“, so Danner und Hintenaus weiter.
After-Demo-Party als politischer Ausklang
Im Anschluss an die Demonstration lädt das Bündnis „Linz gegen Rechts“ zur After-Demo-Party im Club Solaris am OK-Platz ein.
Die Veranstaltung versteht sich als solidarischer, offener und politischer Ausklang des Protesttages – fernab von Ausgrenzung und rechtem Gedankengut.
Hardfacts zur Demonstration
Motto: „Unsere Solidarität gegen ihre Hetze – Nein zum rechtsextremen Burschenbundball!“
Datum: Samstag, 7. Februar 2026
Uhrzeit: 17:30 Uhr
Treffpunkt: Maindeck beim Ars Electronica Center (AEC)
Ende: Martin-Luther-Platz (vor der Sperrzone)
Weitere Informationen zum Bündnis, zum Selbstverständnis und zu kommenden Aktionen finden sich unter: https://linz-gegen-rechts.at/

